Endlich Feierabend!

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Manchmal. Ja manchmal wünschte ich, einfach die Augen schließen und an einem anderen Ort aufwachen zu können. Ich. Nur ich, alleine!

Ich liebe meine Familie. Ich liebe sie wirklich. Vermutlich ist die Liebe zu meiner Familie die stärkste Liebe, die ich jemals empfunden habe und dennoch sehne ich mich dann und wann nach einer Pause. Nach einer Pause, nur für mich.

Pausen, die hat eine Mutter schließlich kaum. Ist sie zu ihrem 24/7-Job noch als workingmom tätig, stellen sich die Zeiten für Pausen als schwindend gering dar. Sie ist immer einsatzbereit!

Feierabend

Wenn ich dann, nach einem langen Tag in der Arbeit das Büro, welches ich bereits vor Sonnenaufgang betreten habe, erst im Dunkeln wieder verlasse und meine Kollegen sagen hören „Bis morgen… Und einen schönen Feierabend!“, dann steigert sich das Verlangen, endlich auch mal wieder einen Feierabend genießen zu können, beinahe ins unermessliche. Endlich auch mal wieder die Füße hochlegen zu können. Endlich auch mal wieder NICHTS tun zu müssen.

Müssen

Denn müssen, das tun wir Mütter viel. Zu viel! Die Gesellschaft erwartet von uns Perfektion. Perfektion als Mutter. Perfektion als Hausfrau und Perfektion als Ehefrau, beziehungsweise als Freundin. Was bedeutet, dass wir, betreten wir nach einem Vollzeit-Tag endlich die eigenen vier Wände, unseren Kindern, dem Mann und selbstverständlich dem Haushalt gerecht werden müssen. Zu einhundert Prozent. Und das, ohne auch nur einmal richtig durchgeatmet zu haben! Und dann, wenn die Kinder und der Mann satt und zufrieden im Bett und auf der Couch ihren Platz eingenommen haben, im Land der Träume verschwunden und in einem Film versunken sind, warten auf uns der Abwasch, die Wäsche und nicht zu vergessen: die Pausenbrote für den kommenden Tag wollen ebenfalls vorbereitet werden. Aber bitte mit Liebe! Ganz abgesehen von all den unzähligen anderen Aufgaben, die unsere to-do-Listen wachsen und Raum für eigene Interessen schrumpfen lassen.

Ja, diese Thematik mag überspitzt dargestellt sein. Doch dürfen wir nicht vergessen, dass wir Mütter keine Maschinen sind, die darauf ausgelegt sind, Tag für Tag ihren Perfektionismus zu optimieren. Auch wir hängen mal durch. Vor allem aber werden wir, früher oder später, an der stetig zunehmenden Last, die wir versuchen alleine zu schultern, scheitern!

Um diese Problematik frühzeitig zu erkennen und zu umgehen, müssen wir uns und der Gesellschaft, insbesondere dieser, klar machen, dass es nur gesund ist, wenn wir von dem uns zustehenden Anspruch auf einen Feierabend, sprich Freizeit ausschließlich für uns, Gebrauch machen. Sei es auch nur ein Mal pro Woche. Ein Nachmittag oder ein Abend Me-Time können Wunder bewirken, glaubt mir.

Was ich eigentlich sagen will:

Wir Mütter dürfen keine schlechtes Gewissen haben und uns erst recht keins machen lassen, wenn wir einfach mal alles stehen und liegen lassen, die Augen schließen und in eine andere Welt abtauchen. Wenn wir tanzen gehen oder gar für einige Tage verreisen. Bedeutet eine glückliche Mutter doch zugleich Glück für ihre Kinder und darüber hinaus für die ganze Familie und eine Auszeit keinesfalls ‚in Frage stellen‘ oder gar Bereuen!

Nehmt es also in Angriff, euer happy me project und lasst euch treiben!

Traut euch!

Pssst…: Selbst wenige Minuten im Auto, mit einem guten Song, bevor man den Motor startet und sich auf dem schnellsten Weg auf zu seinen Liebsten macht, können ein Anfang sein! (Mein kleines Ritual. Mit geschlossenen Augen und ‚Max Giesinger – Wenn sie tanzt‘.)
Ich liebe diesen Song! Ihr auch?

 

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