Happy Birthday Mama!

Puh, 28 Jahre. Wenn ihr mich fragt, gefühlt, ganz schön alte 28 Jahre. Vor allem aber die letzten knapp zwei Jahre haben mich, so kommt es mir vor, enorm altern lassen. Verantwortlich hierfür ist, wie bei so vielen anderen Frauen sicherlich auch, die Mutterrolle und die 24-stündige Bereitschaft an 365 Tagen im Jahr, die diese mit sich bringt. Die Bereitschaft, die mir in knapp zwei Jahren viele Falten und, pünktlich zum Geburtstag, das erste graue Haar beschert hat.

Der 2. Geburtstag

Dabei bin ich, als Mutter, doch gerade erst zwei Jahre alt geworden. Zwei junge Jahre! Zwei junge und vor allem lehrreiche Jahre! Zwei Jahre, die mich in meiner Mutterrolle haben wachsen lassen, doch ist neben mir auch Ben gewachsen und mit ihm die Herausforderungen. Die Herausforderungen, mit denen ich mich Tag für Tag konfrontiert sehe und die mir, an machen Tagen, das Gefühl vermitteln, selbst wieder Kind zu sein. Ein Kind, das gerade erst das Laufen gelernt hat. Ein Kind, das seinen Lebensweg noch vor sich hat.

Denn wenn wir ehrlich zu uns sind, verändert sich eben doch ALLES. Der Plan, nur nebenberuflich Mutter zu sein, geht in den meisten Fällen nicht auf. Kaum versieht man sich, hat man sich selbst, bis auf kleine Pausen, zu einhundert Prozent eingespannt.

Prioritäten

So kam es also, dass ich gestern, nicht wie in den letzten Jahren mit meiner besten Freundin am frühen Morgen zu einem beste Freundinnen-Geburtstags-Ausflug aufgebrochen bin, nein. Ich stand bereits kurz nach fünf Uhr in der Küche, um den üblichen Geburtstags-Brunch für das Büro vorzubereiten, mich im Bad fertig zu machen und anschließend meine Männer zu wecken, um auch Ben für die KiTa herzurichten und pünktlich 7:30 Uhr meinen Dienst als workingmom anzutreten.

Zugegeben, auch wenn wir in den letzten knapp sieben Monaten unseren Alltagsrhythmus nach und nach optimieren konnten, perfekt ist er noch immer nicht. Noch lange nicht! Und genau diese Tatsache führt mir immer wieder vor Augen, dass die unbeschwerten Zeiten vorerst vorbei zu sein scheinen, denn den Wandel, den dein Leben tagtäglich durch ein Kind erfährt, ist enorm. Ebenso wie die Anzahl der Momente, in denen du dich wie ein Lauflernanfänger, aber eben auch wie ein stark gealterter Mensch, der der Stütze eines Stockes bedarf, fühlst.

Dennoch muss ich sagen, dass ich es liebe Mutter zu sein und dass ich überaus dankbar dafür bin, das größte Geschenk überhaupt, von meinem eigenen Kind, der Liebe meines/unseres Lebens, an die Hand genommen und die Welt, so wundervoll, wie sie nur durch Kinderaugen gesehen werden kann, von ihm gezeigt zu bekommen, erhalten zu haben. Denn sind es letztlich doch unsere Kinder, die all unsere Kraft, sei es auch nach einer noch so schlaflosen Nacht, freisetzen!

Auf dem Bild seht ihr übrigens das wohl schönste Geschenk, das mir jemals zu meinem Geburtstag gemacht wurde.

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