#reisenmitkind

… Mit Kleinkind!

Machen wir uns nichts vor! Die Zeiten, in denen Ben nahezu die kompletten achthundert Kilometer bis hinter Berlin, zu Oma und Opa, verschlief, sind längst vorbei. Ebenso die Zeiten, in denen er auf der Fahrt noch zwei Nappies hielt. Inzwischen können wir uns glücklich schätzen, wenn wir auf einen Nappie kommen. Einen Nappie, knapp an die zwei Stunden, den er am Freitag nur hielt, weil wir bereits am frühen Morgen, für die Langschläfer unter euch, die meisten Mütter demnach ausgeschlossen, mitten in der Nacht, noch vor vier Uhr, gestartet sind. Wer jetzt denkt, dass dieser Nappie gleich zu Beginn der Fahrt, oder aber noch besser, zusätzlich zum im Auto fortgesetzten Nachtschlaf am Vormittag gehalten wurde, der irrt. Ebenso wie ich. Denn ja, ich war der festen Überzeugung, dass die für den Mann eingeplante Kaffee- und Red Bull-Ration bestens kalkuliert war. Schließlich wollte ich mit Ben zusammen bis zur ersten Rast, idealerweise bei McCafé, schlafen um mir dann einen leckeren Latte Macchiato Grande, den ersten Kaffee des Tages, schmecken zu lassen, aber denkste! Das eigentlich aus dem Schlaf gerissene und todmüde Kind war urplötzlich topfit, spielte mit den neuen Lichtbüchern von Oetinger, die wenige Tage vor der Abreise per Post von der lieben Laura eintrafen, erzählte Geschichten, kommentierte sämtliche Begebenheiten außerhalb des Autos und durfte letztendlich das „Kleleb“ für eine Folge JoNaLu in den Händen halten. … Ehe es, gut zwei Stunden später, wieder einschlief. Und ich mit. Um ehrlich zu sein vielleicht auch schon wenige Minuten zuvor. – Der Kaffee-Entzug machts möglich!

In Maßen!

Stop! Bevor ihr Übermütter und Kinderlose, die Spezialisten schlechthin, jetzt wieder auf die Barrikaden geht, weil einmal mehr eine vermeintliche Rabenmutter ihr noch nicht einmal zweijähriges Kind vor den Fernseher setzt, möchte ich euch diese eine Frage stellen. Besser gesagt wüsste ich von euch gerne euer Geheimrezept, um ein energiegeladenes Kleinkind über Stunden hinweg, festgeschnallt in einem Kindersitz und zeitweise im Stau stehend, ohne jegliche digitale Helferlein bei bester Laune zu halten. So, dass auch der Fahrer seine Aufmerksamkeit, höchst konzentriert, dem Verkehr auf den viel befahrenen Straßen und verengten Baustellen-Abschnitten widmen kann. Na?!

Sind wir doch mal ehrlich. Alle! Ich möchte kein Entsetzen erregen. Ich möchte lediglich die Realität, die, sagen wir zu fünfundneunzig Prozent, herrscht, aufzeigen. Die Realität einer Familie mit Kleinkind auf Reisen. Und auch selbst zu Hause sitzt Ben, was meiner Meinung nach völlig normal und vor allem dem Alter entsprechend ist, nicht acht Stunden am Stück still. Ergo befriedigen eben auch nicht zig Autos, Bücher, unter anderem auch ganz neue, eine magnetische Zaubertafel, Bagger-, Lastwagen- und Windräder-beobachten, Pausen machen, Fangen spielen, rennen und snacken nicht. Nicht einmal der voller Stolz selbst bestellte „Kinderkaffee“, zu dem es eine bunte McDonald’s-Fahne gab, konnte die Stimmung lange heben. Irgendwann ist die Luft, bei solch einer Strecke, einfach raus. Bei den Kleinsten und auch bei uns Großen. Und aus genau diesem Grund kann man es keinem Kind verübeln, wenn es knatschig wird und nicht mehr will! Und aus genau diesem Grund kommen bei uns, auf Reisen, aber auch zu Hause, in Maßen, ausgewählte Kindersendungen zum Einsatz. Ich wiederhole: In Maßen! Schließlich soll unser Kind, da sind wir unseren als Eltern einig, in einigen Jahren nicht heimlich Süßigkeiten in sich reinstopfend vor dem TV sitzen, sobald wir das Haus verlassen, sondern vielmehr den bewussten Umgang mit all diesen Dingen, die im einundzwanzigsten Jahrhundert oftmals selbstverständlich und nur schwer mehr wegzudenken sind, aufwachsen.

Am späten Vormittag dann endlich angekommen, gab es für Ben übrigens kein Halten mehr. Er hatte nicht einmal Zeit, Ur-Oma richtig Hallo zu sagen, so schnell war er in den hintersten Ecken ihres Gartengrundstückes verschwunden, schleppte Ton-Tiere an, um diese in der Vogeltränke baden zu lassen, beobachtete Ameisen, pustete zusammen mit dem Wind sämtliche Windrädchen an, schlug sich, stets auf dem Sprung, den Bauch mit Kartoffeln, Rotkohl und Roulade voll, trank „Apfelschorle“, die es nur auswärts und auch dann nur ab und an gibt, um letztendlich völlig ausgepowert auf einer Gartenliege unter freiem Himmel, mit dem Rauschen der Bäume im Wind, selig einzuschlafen.

… Ach und das Abendessen, welches für Ben ausfiel, da ihm sein neues Parkhaus, das es von Oma und Opa schon als vorgezogenes Geburtstagsgeschenk gab, keine Zeit lies, konnten Mama und Papa, als eine Art Geschenk zum Urlaubs-Auftakt, seit langer Zeit mal wieder ins Ruhe genießen. Denn es war ausschließlich „Auto bielen!“ angesagt. Möglicherweise sogar bis in die Nacht hinein, hätten wir nicht doch noch den Deal schließen können, dass als Ersatz eines der neuen Autos mit ins Bett, wohlgemerkt das Elternbett und nicht das eigens für die Reise bei der lieben Ina georderte Reisebett Light von BABYBJÖRN, genommen werden darf.

Solch eine Reise bedeutet eben, vor allem für die kleinen Menschen, immer viel Aufregung, Belastung und auch Anpassung. Selbst wenn am Urlaubsort angekommen ist und sich eingelebt hat, weshalb ein bisschen mehr Nachsicht, seitens der Eltern, der Mitreisenden, der Besuchten und auch der Außenstehenden, durchaus angebracht ist.

… Oder wie seht ihr das?

Wir jedenfalls genießen unsere gemeinsame Zeit, und machen Eingeständnisse, wie erst heute Morgen wieder, als Ben mich kurz nach sechs Uhr, mit Tablet und „Pungi“ (= Kinderpingui) ausgestattet, ins Bad begleitet hat, um Papa, Oma und Opa noch ein paar Minütchen mehr Schlaf zu gönnen. Der Ausgleich? Eine Tour zum Bäcker. Brötchen kaufen, Bagger schauen und in der Morgensonne toben!


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