Hallo Baby! – Pleiten, Pech und Pannen!

Vierundzwanzig Wochen und ganz viel Mimimi

Ja, ich weiß. Ich jammere auf hohem, sehr hohem Niveau. Und ja, ich weiß auch, dass ich mich mit dem Verlauf meiner ersten und auch jetzt, mit meiner zweiten Schwangerschaft sehr glücklich schätzen kann. Und dennoch keimt da, hin und wieder, diese Unzufriedenheit in mir auf. Geschuldet ist sie, so vermute ich, den körperlichen Grenzen, an die ich inzwischen vermehrt stoße. – Würde ich mich selbst doch eigentlich als Powerfrau, die ihren Tag wirklich gerne um fünf Uhr dreißig beginnt und oftmals bis spät abends im Homeoffice sitzt, beschrieben, verfalle ich aktuell immer häufiger in den Mimimi-Modus, der dem ganzen Schlamassel noch die Krone aufzusetzen scheint. Denn einmal gefesselt, bedeutet gefangen. Hinzu kommen dann noch diverse vermeintliche Lappalien, die sich urplötzlich als Killer des Tages herausstellen.

Wie gesagt, fragt mich bitte nicht nach dem wieso. Denn diese Frage stelle ich mir selbst tagtäglich. Und dies erfolglos.

So schüren also zu kurz gewordene T-Shirts, zu klein gewordene BH‘s, zwickende Hosen, heftige Ischiasnerv-Schmerzen, lästige Kompressionsstrümpfe und und und – Ihr merkt schon, an manch Tagen könnte ich meine Aufzählung ins Unendliche führen! – die schlechte Laune und leiten schnell aus der Blase des überschwänglichen Schwangerschafts-Glücks in die unverständliche und dennoch tiefe Unzufriedenheit.

Fluch und Segen zugleich!

Glücksgefühle

Unzufriedenheit, die in der nächsten Sekunde, durch eine immer häufiger und intensiver (im positiven Sinne) spürbare und inzwischen auch sichtbare Bewegung von Baby L. oder einer Aussage von Ben, für den sein kleines Geschwisterchen in Mama‘s Bauch schon seit eh und je zu unserer Familie zu gehören scheint und der es kaum noch abwarten kann, dass L. endlich „schlüpft“ und mit ihm kuscheln und spielen kann, vergessen ist.

Denn ja, ich kann mich wirklich sehr, sehr glücklich schätzen. Mit allem! Auch den leicht negativ angehauchten Begleiterscheinungen dieser Schwangerschaft, denn nur durch sie lehrt mich das Leben die positiven Aspekte noch viel intensiver zu genießen. – Wie beispielsweise die raren Augenblicke, in denen ich es mir genehmige und vor allem gönne, offene Schuhe ohne meine schicken neuen Begleiter zu tragen. Zwinker!

Eine Art Ritual: Ein neues Paar Birkenstock. In jedem Sommer. – Und in diesem mit noch mehr Genuss!

So sehr ich zu Beginn auch mit den Kompressionsstrümpfen gehadert habe, weiß ich sie inzwischen jedoch wirklich zu schätzen. Mögen sie auch nicht dem modischen Idealbild entsprechen, dankbare Entlastung schaffen sie allemal und diese spüre ich gerade abends, da ich nicht mehr mit schweren und schmerzenden Beinen einschlafen muss.

By the way:

Baby L. entwickelt sich, nach wie vor, prächtig, der Zuckertest ist erfolgreich absolviert und das Suchtgefühl für die „Plopp-Plopp‘s“, wie Ben zu sagen pflegt, noch immer stark ausgeprägt. Außerdem hinzugekommen sind Weintrauben, rot und kernlos. Grüner Spargel, gegrillt oder in der Pfanne gebraten UND Balsamico-Creme. Am liebsten immer und zu allem! Ach ja, das Softeis Vanille des großen gelben M ist auch nicht zu verachten. Vor allem, wenn Frau es erst nach Jahren wiederentdeckt hat!

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