happy me: März / Vom Blick über den Tellerrand

Die überaus geliebte Komfortzone

Hand aufs Herz: Wann habt ihr zum letzten Mal über den Tellerrand geblickt? Über euren Tellerrand geblickt, auf gut Deutsch gesagt, eure Arschbacken zusammengekniffen, und euch überwunden, eure geliebte Komfortzone zu verlassen, um einem geliebten Menschen entgegen zu kommen und ihm eine Freude zu bereiten? 

In der heutigen Zeit ist, so kommt es mir vor, aus der Modeerscheinung ‚Jeder ist sich selbst der Nächste!‘ leider traurige Normalität geworden und sicher, ja. Kümmert sich jeder Mensch ausschließlich um sich selbst, ist für alle gesorgt. Aber sind wir doch mal ehrlich. Erfüllt euch dieser Trend? Mich definitiv nicht! 

Besteht der Sinn meines Lebens, seit ich Mutter bin, vorerst doch hauptsächlich aus meiner Familie und in erster Linie aus meinen Kindern, die im Baby- und Kleinkindalter schlicht und ergreifend darauf angewiesen sind, von ihren Eltern die Welt gezeigt zu bekommen. 

Happy Kids!

Und aus genau diesem Grund ist es für mich eine Selbstverständlichkeit, Ben‘s und in Zukunft auch Leo‘s Wünschen nachzukommen und trotz meiner persönlichen Abneigung, beispielsweise gegen die öffentlichen Verkehrsmittel, gelegentlich mit ihm Bus und Zug zu fahren oder aktuell, die fünfte Jahreszeit zu zelebrieren. So kam es also, dass Ben binnen kürzester Zeit in den Besitz von fünf unterschiedlichen Kostümen, die er in den letzten Tagen stolz in der KiTa präsentieren konnte, kam und zudem als kleiner Halbdrache Nepomuk dem Tiermasken-Umzug in unserem Ort beiwohnen und gestern, als Finale, sogar selbst, als Jim Knopf verkleidet, mit mir, als Lukas und Leo in seinem Lokomotive Emma-Kinderwagen,  beim Kindergarten-Umzug der Stadt Überlingen mitlaufen durfte.

Überwindung vs. Leidenschaft

Und ja, für manch einen mag meine Überwindung eine Leidenschaft darstellen und als unverständlich erscheinen, jedoch und da bin ich mir sicher, kommt jeder von uns immer wieder an den Punkt, an dem er sich für die antrainierten und teils auch anerzogenen Gewohnheiten und gegen das über Bord werfen jener entscheidet. Dabei ist es doch gerade dieser Schritt, der uns die Möglichkeit bietet, den eigenen Horizont zu erweitern und wer weiß, womöglich sogar eine unerwartet positive Erfahrung zu machen. 

Wobei es mir, sollte diese für mich nicht eintreffen, auch nur die leuchtenden Augen meiner Kinder, mehr als wert sind!

Lasst uns also bitte öfter den Blick über den Tellerrand wagen und offen für Überraschungen sein, die uns hinter unserem eigens beschränkten Horizont erwarten!

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